E-Zigaretten reinigen

Wie, womit, wie oft und warum?

Uwe von Dampf.TV hat ein klasse Video zu diesem Thema gemacht. Ich mag ja diese Youtube Videos. Einen Nachteil haben sie jedoch. Bei manchen Themen tut man gut daran, einen Zettel und Stift nebendran zu legen. Dann wird es nerfig.

Uwe und ich kamen auf die Idee, doch einfach mal eine Zusammenfassung seines Videos zu schreiben und Ihnen zur Verfügung zu stellen. Die können Sie dann einfach ausdrucken. Da das ein Versuch ist, kommentieren Sie bitte fleissig. Es würde uns interessieren, was Sie davon halten.

Es geht um dieses Video:

Zusammenfassung:

Warum reinigen?

Wir saugen mit schöner Regelmäßigkeit an unseren Dampfen. Da fühlen wir uns einfach wohler, wenn die Dinger sauber sind. Die Hardware hält länger, kokeliger Dreck kann nicht gut schmecken und hygienisch ist es auch. Immerhin saugen Sie sich den Dampf in die Lunge.

Wann?

Von außen immer mal wieder drüberwischen.

Beim Nachfüllen – gründlich abwischen.

Beim Verdampfer (Coil) Wechsel gründlich reinigen.

Womit?

Bewährt hat sich die gute alte Küchenrolle, die fusselt nicht und Sie können sie zusammendrehen und kommen damit in die Ecken.

Zum Abwischen geht auch:

Küchentuch

Mikrofasertuch

Reinigungsmittel:

Bitte keine klassischen Reinigungsmittel verwenden. Auch kein Essig oder Essigreiniger. Die Rückstände davon schmecken gar grauslich.

Gut: Mit Wasser ausspülen.

Besser: Destilliertes Wasser und Isoprpanolalkohol oder wenn nicht verfügbar: Billigster Vodka vom Discounter.

Destilliertes Wasser: Trocknet fast rückstandsfrei, es bleiben keine Kalkränder zurück.

Isopropanol: Ist ein Alkohol und löst damit Fette oder den Schlier vom Glycerin. Er ist leicht flüchtig und verdampft rückstandsfrei.

Wie?

Akkuträger und Verdampfer können problemlos abgewischt werden. Der Akkuträger darf auch feucht abgewischt werden nur nicht nass abwaschen. Das verträgt er nicht.

Den Verdampfer kann man ausspülen.

Manche reinigen ihren Verdampfer von innen mit Pfeifenreiniger oder Wattestäbchen. Die fusseln allerdings. Das ist dann nicht so schön im Liquid. Daher nach der Reinigung gründlich ausspülen.

Der ein oder andere Hersteller von Verdampfern (z.B. flash-e-vapor) rät davon ab, aber was bisher wunderbar funktioniert ist das Bad im Ultraschallreiniger.

Die Hersteller von Ultraschallreinigern warnen davor, das Gerät mit brennbaren Reinigern zu betreiben. Die Schallwellen erhitzen die Flüssigkeit im Gerät und die Flüssigkeit könnte anfangen zu brennen. Den folgenden Tip bitte auf eigenes Risiko ausprobieren:

Den Verdampfer auseinanderbauen und die Einzelteile ins Ultraschallbad geben. Das Ultraschallbad mit einer Mischung aus Isopropylalkohol und Wasser befüllen. Ein bis zwei Durchgänge und die Teile trocknen lassen.

Nach Uwes Aussage können die Dichtungen das gut ab und gehen dabei auch bei häufigem Reinigen nicht kaputt. Ich habe das ausprobiert und auf eine Füllung (700 ml) ca. 100 ml Alkohol genommen. Das hat wunderbar funktioniert.

Hier noch ein Hinweis: Es ist dauerhaft nicht ratsam, seine Finger in ein laufendes Ultraschallgerät zu halten. Die Schallwellen sind sehr energiereich (nicht zu vergleichen mit den Ultraschallgeräten bei Untersuchungen) und können das Gewebe schädigen. Insbesondere die Profigeräte für Werkstatt oder Labor schädigen das Gewebe ernsthaft.

Reinigen von Selbstwicklern:

Selbstwickler bestehen aus einer ganzen Menge Kleinstteile. Auch die können ins Ultraschallbad (natürlich nicht die Watte und der Draht). Da die Teile durch das Sieb im Bad fallen würden, Uwes Tip: Die Kleinteile in ein Kräutersieb packen und das in den Reinigungskorb legen.

Da man beim Selbstwickler die Watte im Coil austauschen kann, kann man den Coil auch problemlos in das Ultraschallbad geben. Den Draht kann man vorsichtig freiglühen und die Rückstände mit einer kleinen Drahtbürste (Messing) oder Kunststoffbürste aus dem Ein Euro Shop frei bürsten. Und danach mit samt dem Coil ins Bad.

Einkaufsliste:

Küchentücher

Oder: Geschirrtuch, oder: Microfasertuch

Isopropylalkohol

Destilliertes Wasser

Drahtbürstchen (Bastel oder Modellbaubedarf)

Evtl Kräutersieb

Ultraschallreiniger

Eine gute Beratung tut not

Wie Dampferkarrieren schon nach wenigen Tagen enden

Angry Talk (Comic Style)
By Stefan-XP CC-BY-SA-3.0
Ich hatte Glück! Wie ich zum Dampfen kam, hatte ich bereits HIER beschrieben. Nun war ich im letzten Monat eine ganze Menge online unterwegs, habe mich informiert, habe mich auf Foren umgeschaut und gelesen.

Mein Fazit: Ich hatte mehr Glück als Verstand. Liest man unter Anfängerfragen in den einschlägigen Foren nach, so schlägt man schnell die Hände über dem Kopf zusammen. Da werden ungeregelte Akkuträger an Anfänger verkauft. Die Beratung in manchen Shops scheint unterirdisch oder warum weiß der Anfänger nicht über die grundliegenden Funktionen seines Gerätes Bescheid?

Wir hatten keine Ahnung vom Dampfen als wir in den Shop gingen. Ich hatte einen Versuch mit einer Cigalike hinter mir, der in die Hose ging. Die Beratung dauerte über eine Stunde. Als wir gingen hatten wir einen Akkuträger, der unseren Ansprüchen entsprach, jedoch auch eine Menge Funktionen hat, die wir noch nicht brauchen. Er war leicht zu bedienen und wir wussten, wie wir ihn bedienen mussten.

Wir hatten auch einen passenden Verdampfer, der zu unserer Idee von Dampfen passte. Wir wussten wie wir ein Coil wechseln mussten, wie der Verdampfer nachzufüllen ist und wie ein neuer Coil einzudampfen ist. Unser Verdampfer war gefüllt, wir hatten ein paar Liquids und einen Ersatzcoil.

Als ich mich danach im Internet informierte, musste ich feststellen, dass das Gerät ideal auf uns passte. Auch geschmacklich hatte das Gerät allerbeste Kritiken. – Kurz wir waren gut beraten.

Drei Wochen später war ich in einem anderen Shop, weil wir kurzfristig noch ein Weihnachtsgeschenk brauchten. Hier erlebte ich das totale Gegenteil. Wir bekamen ein Komplettset verkauft, dass wir nur kauften, weil ich den Akkuträger schon kannte. Wir mussten den Verkäufer zwingen uns ein hochohmiges Coil zu verkaufen, da wir nicht Sub Ohm dampfen wollten. Der Laden war dreckig, der Verkäufer unfreundlich. – Mit dieser Beratung wäre unsere Dampferkarriere beendet gewesen, bevor sie begonnen hätte.

Liebe Händler, Sie verkaufen ein technisches Gerät, das in der Lage ist eine ganze Menge Strom abzugeben. Damit werden Flüssigkeiten erhitzt, die man inhaliert. Ich finde Sie haben eine ganze Menge Verantwortung. Bitte nehmen Sie diese wahr!

Rauchen vs. Dampfen

Eine ganz persönliche Risikoabwägung

Der Rauch einer Zigarette enthält ca. 4.800 Chemische Verbindungen von denen ca. 250 giftig und 90 krebserregend sind. Hinzu kommt, dass neben dem Nikotin im Rauch MAO-Hemmer enthalten sind. Das sind stark psychoaktive Substanzen, die auch abhängig machen können.

Kurz gesagt, dass Rauchen aus gesundheitlicher Sicht nicht die beste Idee ist, die der Mensch so haben kann, sollen uns die Schockbildchen auf den Verpackungen eindringlich nahe bringen. Und wenn ich ganz ehrlich bin, schränkte das Rauchen mein Wohlbefinden doch sehr stark ein.

Die Inhaltsstoffe eines Liquids sind in der Regel sehr übersichtlich. Wer will kann HIER nachlesen.

Das Liquid wird erhitzt, es bildet sich ein Aerosol, dass eingeatmet wird. Es findet keine Verbrennung statt. Keine Verbrennung bedeutet, kein Kohlenmomoxid. Das Propylenglycol kann die Atemwege reizen. Allerdings befindet sich im Zigarettenrauch auch Propylenglycol, das vorher dem Tabak zugesetzt wurde.

Aus den im Liquid enthaltenen Aromastoffen können beim Erhitzen weitere Stoffe entstehen. Je heißer es wird, desto mehr Verbindungen können entstehen. Daher ist es eine gute Idee, den Verdampfer nicht zu heiß werden zu lassen. Nichts desto weniger ist hier das größte Risiko beim Dampfen, da noch nicht vernünftig erforscht wurde, was genau entstehen kann.

Spannend ist in diesem Zusammenhang eine Studie von Ricardo Polosa aus dem Jahr 2015. Er stellt fest, dass eine genaue Aussage über Langzeitfolgen der Nutzung der E-Zigarette nicht möglich ist, da die notwendigen Langzeitstudien nicht vorliegen.

Über die kurzfristigen Effekte lassen sich jedoch Aussagen treffen:

Bei „gesunden“ Rauchern, d.h. Rauchern ohne Lungenerkrankungen verbesserte sich die Lungenfunktion nach dem vollständigen Umstieg auf die E-Zigarette in den ersten drei Monaten um 25% bis 75%. Auch nach 6 und 12 Monaten war eine weitere kontinuierliche Verbesserung nachweisbar.

Bei Astma- bzw. COPD Patienten konnte eine signifikante Verbesserung der Lungenfunktion und der Asthmasymtomatik festgestellt werden. Außerdem löste der inhalierte Dampf in keinem Fall einen Asthmaanfall aus.

Eine vielzitierte Studie der Amerikanischen Gesundheitsbehörde (FDA) wies in einigen Liquidproben Nitrosamine nach, die im Verdacht stehen, krebserregend zu sein. Diese allerdings in viel niedriger Konzentration als im Tabakrauch.

Eine deutsche Zusammenfassung der Studie findet sich hier.

Die FDA Studie in Englisch findet man hier.

Mein ganz persönliches Fazit:

Die Benutzung einer E-Zigarette ist sicher der Gesundheit nicht zuträglich. Studien über Langzeitfolgen können noch nicht vorliegen. Alle bisher entdeckten bedenkliche Stoffe wurden entweder durch fragwürdige Tests (bei denen der Verdampfer gnadenlos überlastet wurde) entdeckt oder in einzelnen Proben. In jedem Fall war die Konzentration deutlich geringer als im Zigarettenrauch.

Wissenschaftlich zweifelsfrei bewiesen ist jedoch die massive Gesundheitsschädigung durch Zigarettenrauch. Und hier nicht nur die eigene, sondern auch die der Mitmenschen durch Passivrauch.

Mir persönlich gelang es mit Hilfe der E-Zigarette das Rauchen vollständig aufzugeben. Es geht mir gesundheitlich besser, rein subjektiv. Mögen in der E-Zigarette auch Schadstoffe enthalten sein, ich als langjähriger schwerer Raucher profitiere vom Umstieg.

Endlich rauchfrei

Wie ich das Rauchen zufällig aufgab

Ich bin 43 Jahre alt und habe mit 14 Jahren angefangen zu rauchen. Meine Eltern waren beide Raucher. Mein Vater gab mit etwa 50 Jahren das Rauchen auf und meine Mutter rauchte bis zu ihrem Tod mit 69 Jahren.

Im Schnitt rauchte ich gut eine Schachtel am Tag. Am Anfang dachte ich nicht daran, aufzuhören. Als ich dann merkte, dass ich gesundheitlich darunter litt, war es zu spät. Ich kam nicht von den Kippen weg.

Irgendwann schaffte ich es doch, so mit Ende 20 gelang es mir aufzuhören. Ich rauchte 4 Jahre lang keine einzige Zigarette. Und irgendwann griff ich wieder zur Schachtel und mir war klar, nach der ersten Zigarette war ich wieder dabei. Nur um Eines klar zu stellen. Ich rauchte lange Jahre nicht gern und auch nicht freiwillig. Ich hatte Angst vor dem Entzug!

Vor 5 Jahren probierte ich meine erste E-Zigarette. Die sah auch tatsächlich so aus wie eine Zigarette. Es war ein Fiasko. Ich hustete mir die Lunge aus dem Leib, das Tabakliquid schmeckte überhaupt nicht und ich bekam nicht das Nikotin, dass ich brauchte. Folgerichtig flog das Ding wieder in die Ecke.

Vor 4 Wochen betrat ich zum ersten Mal in meinem Leben einen Dampfershop. Wir wollten uns wegen eines Geschenkes beraten lassen. Da wir keine Ahnung hatten, liessen wir uns ausgiebig beraten und gingen mit drei Akkuträgern nach Hause. Einen für den Sohn meiner Freundin und je einen für uns.

Seit diesem Tag habe ich keine Zigarette geraucht. Ich vermisse Nichts. Ok, die ersten beiden Tage war es komisch. Wenn ich Schmacht bekam, dampfte ich und gut war. Ich brauchte keine Zigarette. Es geht mir gesundheitlich wesentlich besser. Ich muss nicht mehr husten, bekomme gut Luft und schmecke wieder, was ich esse. – Plötzlich war es einfach…

Daher dieser Blog. Ich möchte mit meinen Erfahrungen anderen Rauchern helfen und mich selbst kontrollieren. Wie geht es mir ohne Rauch? Den Eines weiß ich, ich werde immer (Ex) Raucher sein. Und die nächste Zigarette ist die zuviel.