Dank TPD2 ist das Selbstmischen von Liquids tot. Das ist zumindest überall im Internet zu lesen. Ich glaube nicht! Es wird sich verändern, es wird teurer, aber es wird nicht sterben.

Das TPD2 bringt eine Mengenbegrenzung der Abgabe nikotinhaltiger Liquids, es bringt die Begrenzung auf 20 mg/ml Nikotin und es wird die Aromenvielfalt begrenzen. Dies Alles wird den Zugang für Neudampfer erschweren. Es wird das Selbstmischen jedoch nicht umbringen.

Warum?

Ich denke jeder Selbstmischer hat sich bereits einen erklecklichen Vorrat an Nikotinbasen in den Keller gelegt. Irgendwann werden diese jedoch aufgebraucht sein. In meinem Fall, wenn sich mein Nikotinbedarf nicht drastisch reduziert wird das in ca. 10 Jahren der Fall sein. Falls ich nicht im Mai nochmal bestelle 🙂

Nur, irgendwann ist die letzte Base verbraten, das letzte Nikotin verdampft, oder der Vorrat doch schlecht geworden sein und es muss Nachschub her.

Gleichzeitig wird es für die Liquidproduzenten schwerer und teurer neue Liquids auf den Markt zu bringen, weil jede Mixtur aufwändig zugelassen werden muss. Warum nicht aus der Not eine Tugend machen und das Liquid als 20mg Basisliquid ohne Geschmack in 10 ml Flaschen anbieten? Der Kunde kann das auf die gewünschte Stärke verdünnen und sein Lieblingsaroma, welches ausschließlich für den Verzehr geeignet ist und natürlich niemals gedampft werden darf, beimischen. Fertig.

Dieser Effekt wird sich mit der irgendwann zu erwartenden Besteuerung der Liquids noch verstärken. Aus 10ml Liquid mit 20ml/ml Nikotin bekomme ich dann immerhin 22ml mit 9mg/ml Nikotin raus, die Stärke, die ich zufällig gerade dampfe. Da man weder PG noch VG noch H2O so einfach besteuern kann, hat man mit dem Verdünnen die Steuerlast halbiert. Eine eventuelle Besteuerung der Liquids wird das Selbstmischen wieder preislich wieder interessant machen.

Die Nikotinsteuer wird kommen. Als erstes Land hat Finnland zum 01.01.2017 eine Steuer erhoben. Immerhin 30 Ct pro ml Liquid. – 3 EUR pro 10ml Flasche. Und pro Flasche 1,50 EUR sparen, macht Selbstmischen wieder spannend.

Wovon ich allerdings auch überzeugt bin, dampfen war noch nie so günstig wie heute. Während ich heute als Privatverbraucher meine Liquids für um die 50 Ct Materialkosten pro 10 ml Liquid mische, wird es zukünftig selbst ohne Steuerbelastung deutlich teurer sein.

Allein aus dieser Erwägung heraus habe ich mir einen reichlichen Vorrat angelegt.

Advertisements

4 Kommentare zu „Selbst mischen nach dem TPD2

  1. „und sein Lieblingsaroma, welches ausschließlich für den Verzehr geeignet ist und natürlich niemals gedampft werden darf, beimischen“

    Diese „Verrenkung“ ist nicht einmal notwendig, denn Aromen(mischungen) unterliegen ja keinen Einschränkungen… selbst dann nicht, wenn sie explizit für’s Dampfen angeboten werden.

    Gefällt 1 Person

    1. Tja, äh nein. Die deutsche Umsetzung der TPD2 räumt dem BMEL (Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft) das Recht ein, Inhaltsstoffe und Verfahren per Rechtsverordnung (Kein Gesetz, keine Mitsprache des Bundestages) zu beschränken oder ganz zu verbieten. Nachzulesen hier: http://liquid-news.com/e-zigaretten/deutschland-mit-dem-tpd/

      Oder kurz, noch hast du recht, aber das kann schneller vorbei sein, als wir TPD2 sagen können.

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s