Rauchen vs. Dampfen

Eine ganz persönliche Risikoabwägung

Der Rauch einer Zigarette enthält ca. 4.800 Chemische Verbindungen von denen ca. 250 giftig und 90 krebserregend sind. Hinzu kommt, dass neben dem Nikotin im Rauch MAO-Hemmer enthalten sind. Das sind stark psychoaktive Substanzen, die auch abhängig machen können.

Kurz gesagt, dass Rauchen aus gesundheitlicher Sicht nicht die beste Idee ist, die der Mensch so haben kann, sollen uns die Schockbildchen auf den Verpackungen eindringlich nahe bringen. Und wenn ich ganz ehrlich bin, schränkte das Rauchen mein Wohlbefinden doch sehr stark ein.

Die Inhaltsstoffe eines Liquids sind in der Regel sehr übersichtlich. Wer will kann HIER nachlesen.

Das Liquid wird erhitzt, es bildet sich ein Aerosol, dass eingeatmet wird. Es findet keine Verbrennung statt. Keine Verbrennung bedeutet, kein Kohlenmomoxid. Das Propylenglycol kann die Atemwege reizen. Allerdings befindet sich im Zigarettenrauch auch Propylenglycol, das vorher dem Tabak zugesetzt wurde.

Aus den im Liquid enthaltenen Aromastoffen können beim Erhitzen weitere Stoffe entstehen. Je heißer es wird, desto mehr Verbindungen können entstehen. Daher ist es eine gute Idee, den Verdampfer nicht zu heiß werden zu lassen. Nichts desto weniger ist hier das größte Risiko beim Dampfen, da noch nicht vernünftig erforscht wurde, was genau entstehen kann.

Spannend ist in diesem Zusammenhang eine Studie von Ricardo Polosa aus dem Jahr 2015. Er stellt fest, dass eine genaue Aussage über Langzeitfolgen der Nutzung der E-Zigarette nicht möglich ist, da die notwendigen Langzeitstudien nicht vorliegen.

Über die kurzfristigen Effekte lassen sich jedoch Aussagen treffen:

Bei „gesunden“ Rauchern, d.h. Rauchern ohne Lungenerkrankungen verbesserte sich die Lungenfunktion nach dem vollständigen Umstieg auf die E-Zigarette in den ersten drei Monaten um 25% bis 75%. Auch nach 6 und 12 Monaten war eine weitere kontinuierliche Verbesserung nachweisbar.

Bei Astma- bzw. COPD Patienten konnte eine signifikante Verbesserung der Lungenfunktion und der Asthmasymtomatik festgestellt werden. Außerdem löste der inhalierte Dampf in keinem Fall einen Asthmaanfall aus.

Eine vielzitierte Studie der Amerikanischen Gesundheitsbehörde (FDA) wies in einigen Liquidproben Nitrosamine nach, die im Verdacht stehen, krebserregend zu sein. Diese allerdings in viel niedriger Konzentration als im Tabakrauch.

Eine deutsche Zusammenfassung der Studie findet sich hier.

Die FDA Studie in Englisch findet man hier.

Mein ganz persönliches Fazit:

Die Benutzung einer E-Zigarette ist sicher der Gesundheit nicht zuträglich. Studien über Langzeitfolgen können noch nicht vorliegen. Alle bisher entdeckten bedenkliche Stoffe wurden entweder durch fragwürdige Tests (bei denen der Verdampfer gnadenlos überlastet wurde) entdeckt oder in einzelnen Proben. In jedem Fall war die Konzentration deutlich geringer als im Zigarettenrauch.

Wissenschaftlich zweifelsfrei bewiesen ist jedoch die massive Gesundheitsschädigung durch Zigarettenrauch. Und hier nicht nur die eigene, sondern auch die der Mitmenschen durch Passivrauch.

Mir persönlich gelang es mit Hilfe der E-Zigarette das Rauchen vollständig aufzugeben. Es geht mir gesundheitlich besser, rein subjektiv. Mögen in der E-Zigarette auch Schadstoffe enthalten sein, ich als langjähriger schwerer Raucher profitiere vom Umstieg.

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